Neues Ballett SHAKESPEARE & STRAVINSKIJ

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Und er liebt sie...

Meine Absicht war, die Tanzkunst mit ihren Ausdrucksmitteln des Körpers mit dem schauspielerischen Ausdruck zu verbinden. Für mich ging es um ein komplexes Theater „ohne Worte“. Ich war immer davon überzeugt, dass Künstler in jeder Hinsicht weniger honoriert werden als sie für ihre Arbeit verdienen würden. Darum habe ich mich entschieden, auf diese Problematik in komischer Form aufmerksam machen. Ich wollte diese im Grunde traurige Tatsache, die ein wenig nostalgisch Und er liebt sie… genannt wird, als Komödie verarbeiten. Die Geschichte einer Gruppe von Wanderschauspielern handelt in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts, gleichwohl hat sich die Lage der Künstler bis heute nicht wesentlich geändert. Ich will das Publikum hinter die Kulissen der Vorstellung einen Blick werfen lassen. Eine Gruppe von Wanderschauspielern führt bekannte Liebesdialoge aus Shakespeares Dramen auf. Und da wir uns im Jahr 1920 befinden, als Charlie Chaplin der größte Leinwandstar war, ist gerade er auch ihre größte Muse. Wenn wir uns vorstellen, dass der berühmte Landstreicher mit Stock und Melone diese Szenen aufführen würde, würden sie wohl ähnlich aussehen. Die von einem  „Erzähler“ geleitete Vorstellung wird vier Stücke von Shakespeare mit bekannten Liebesgeschichten darbieten – Romeo und Julia, Zwei Herren aus Verona, Ein Sommernachtstraum und Antonius und Cleopatra. Wir haben uns bemüht, den visuellen Effekt des Stummfilms in Schwarz-Weiß der 20er Jahre auf der Bühne zu erreichen, weshalb auch die Kostüme und das Bühnenbild diese grundlegende schwarzweiße Polarität respektieren.
/ Maged Mohamed

Die Frühlingsweihe

Diese Choreografie präsentiert die Komposition von Igor Strawinsky, ursprünglich unter dem Titel Sacre du Printemps, mit Lichteffekten auf der Bühne als ein zeitloses, sich wiederholenden Ritual. Sie verweist auf das tiefe Bedürfnis des Rituals in einem speziell geschaffenen Raum. Auf der Bühne wird dieser Raum mit Sand geschaffen, als Bild der trockenen Erde und des Wassers, als Symbol der Fruchtbarkeit und des Lebens. Das Bühnenbild stellt drei für das Leben notwendige Elemente dar – die Erde, das Wasser und das Licht. Die Choreografie besteht aus 14 Bildern, die in zwei Teile geteilt sind. Das finale Bild mit dem Tanz des auserwählten Mädchens ist der Höhepunkt des Rituals; eine Opferung des Lebens erfolgt hier jedoch nicht. Verfolgen wir also die metaphorischen, abstrakten „Bilder“, deren Fundament von Strawinsky selbst in zwei Teilen gelegt wurde: Die Anbetung der Erde – Die Vorboten des Frühlings, Spiel der Entführung, Frühlingsreigen, Spiele der feindlichen Stämme, Prozession der weisen Alten, Die Anbetung der Erde, Tanz der Erde; Das Opfer – Introduktion, Geheimnisvolle Kreise der jungen Mädchen, Verherrlichung der Auserwählten, Anrufung der Ältesten, Ritual der Ältesten, Opfertanz; Die Auserwählte.
/ Paul Julius


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