Gut gegen den Nordwind

Pantoffelhelden

Nabucco

Gemeinschaft der Wohnungseigentümer

Daniel Glattauer, Ulrike Zemme

Adaptation eines Liebesromans in E-Mails
Premiéra: 18. 10. 2019

Emmi wollte ihr Abonnement der Zeitschrift Like per Internet kündigen. Wegen eines Tippfehlers erreicht ihre E-Mail einen gewissen Leo Leike. Auf diese Weise beginnt eine ungewöhnliche Korrespondenz, die eine völlig unverbindliche, und wohl auch deswegen eine sehr intime Annäherung möglich macht. Mit der steigenden Intensität dieser virtuellen Beziehung erscheint auch die unvermeidbare Frage – sich treffen oder sich nicht treffen? Werden die Liebesgefühle, die in der virtuellen Welt entflammt sind, die Wirklichkeit vertragen? Der österreichische Roman aus dem Jahr 2006 wurde zu einem Bestseller und seine Theaterverfassung war nicht minder erfolgreich. 

Miro Gavran

Komödie
Premiéra: 25. 10. 2019

Die Lehrerin Anna lebt mit ihrem zweiten Mann in einer kleinen Wohnung. Sie haben zwar kein Geld zu verschenken, aber sie sind glücklich zusammen. Aber dann wird Annas erster Mann plötzlich aus dem Gefängnis freigelassen, der, wie es sich herausgestellt hat, irrtümlich verurteilt wurde. Da er jetzt keinen Ort mehr hat, zu dem er gehört, geht er selbstverständlich in sein früheres Zuhause zurück. In seinen Pantoffeln hat sich jedoch der Gatte Nummer Zwei eingelebt! Es beginnt ein absurdes Zusammenleben mit wenig Aussichten für eine Änderung. Die Männer können einander töten oder – Freunde werden. Und dann erscheint noch eine andere Frau auf der Szene …

Giuseppe Verdi

Dramatische Oper mit einem biblischen Thema
Premiéra: 31. 1. 2020

Der König, der sich zu einem Gott erklärte, wurde von einer Sklavin gedemütigt. Wie wichtig die Freiheit und Menschlichkeit sind, lernen wir oft erst dann zu schätzen, wenn es daran mangelt.

Unter den Opernhits von Giuseppe Verdi, die vom Generaldirektor der Oper des Südböhmischen Theaters Mario De Rose (Rigoletto, Aida, Il trovatore, La traviata) einstudiert wurden, fehlt im Repertoire immer noch der Titel Nabucco, Verdis dritte Oper, die sowohl im Schaffen als auch im persönlichen Leben des Komponisten eine grundsätzliche Wende darstellte. Das Libretto von Temistocle Solera ist eine freie Verarbeitung der alttestamentlichen Geschichte über die Befreiung der Juden aus der babylonischen Gefangenschaft, in die sie durch den König Nebukadnezar II. (in der gekürzten italienischen Form Nabucco) im 6. Jahrhundert vor Christo gebracht wurden. In der Oper erscheinen zeitlose Themen, die von ihrer Dringlichkeit auch heute nichts verlieren, in die Geschichte hat sich Nabucco jedoch unverkennbar insbesondere mit dem Chor der versklavten Juden „Va, pensiero sull´ ali dorate“ (Fliege, Gedanke, auf goldenen Flügeln) aus dem dritten Akt der Oper eingegangen. Seine Melodie erlebt rasch eine weltweite Verbreitung und durch seine einfache Schönheit, von der dramatischen Situation und vom Chorgesang unterstrichen, begeistert sie bis heute zu Recht jeden Zuhörer. Der Name der allseitig begabten Regisseurin Veronika Poldauf Riedlbauchová verspricht – nach der außergewöhnlich erfolgreichen Aufführung der Oper La traviata – wieder eine originelle und starke Vorstellung, voller ausdrucksvolle und emotionell wirkungsvolle Bilder, im Geist des italienischen Spruchs „Che fata nuova“ (Wie neue ist es), der die erste Aufführung von Nabucco in der Mailänder La Scale am 9. März 1847 begleitete. 

Jiøí Havelka

Satirische Komödie
Premiéra: 21. 2. 2020

Das Dach braucht eine komplette Renovation, weil die Dachziegel herunterfallen und Fußgänger gefährden. Die Lichtschächte faulen. Im Haus gibt es keinen Aufzug und es muss unbedingt notwendig eine neue Gasinstallation eingebaut werden. Der Reparaturfonds verfügt jedoch nur über einhundertfünfzigtausend Kronen. Aus diesem Grund scheint der Plan des Verkaufs der Dachbodenräume eine ausgezeichnete Lösung zu sein. Aber wehe, die Ansichten der Mieter gehen deutlich auseinander … Dieses preisgekrönte Spiel enthüllt nur auf Grundlage einer einfachen Hausversammlung viel mehr über unsere Gesellschaft, als uns angenehm ist.

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Das Geheimnis

Radio Freies Schlaues Füchslein

Mörder Anders

Girls & Boys

Bedøich Smetana

Komische Oper
Premiéra: 6. 3. 2020

Eine gefühlvolle Oper über große sowie kleine Geheimnisse und über das Suchen nach tatsächlichen Schätzen. Eine übertragene Aufführung aus dem Mährisch-Schlesischen Nationaltheater Ostrava.

Die vorletzte fertig geschriebene Oper des bereits schwerkranken Bedøich Smetana auf das Libretto von Eliška Krásnohorská wird für Smetanas bestes Bühnenwerk gehalten. Ihre Kraft besteht in ihrem unüberwindlichen Temperament, Gefühlsvermögen und insbesondere in ihrer hervorragenden Musikalität. Smetana war im Stande, sich mit außergewöhnlichem Verständnis in jede Gestalt und Situation hineinzuversetzen und durch seine Musik auch die innigsten Klagen und Freuden, Konflikte und Leidenschaften zu modellieren. Eine verwandte Seele in dieser Hinsicht fand er auch in Eliška Krásnohorská: „In der Komik suche ich immer auch jenen tieferen Humor, der in den Geheimnissen des Gefühls und in dem menschlichen Inneren verwurzelt ist …“
Das Geheimnis beschäftigt sich mit dem Geschick eines verbitterten Mannes, der nicht fähig ist, sich mit dem Gefühl eines von der Demütigung verursachten Unrechts und der Bitterkeit von seiner unerfüllten Liebe auseinanderzusetzen. Nach zwanzig Jahren ist der Weg zur Versöhnung jedoch von aller Art Dornbusch verwachsen. Auf die Oberfläche kommen verschieden alte Unrechte, Anfeindungen und Vorsätzlichkeiten herauf. Erst als Kalina in die unterirdische Dunkelheit absteigt, fällt es ihm wie Schuppen von den Augen und er begreift, was sein wahrer und wertvollster Schatz ist.
Die ursprüngliche Premiere der Inszenierung fand am 27.04. im Mährisch-Schlesischen Nationaltheater Ostrava statt und die Oper wurde mit Erfolg auch bei den Theaterfestspielen Smetanas Litomyšl am 24.06.2017 aufgeführt.

Štìpán Benyovzský und Petr Zuska


Premiéra: 20. 3. 2020

Die unkonventionelle Gestaltung der bekannten lyrischen und humoristischen Geschichte über das unzähmbare, schlaue Füchslein basiert auf der Verbindung des Bewegungstheaters und der Stimme von Karel Höger, der die ursprüngliche Geschichte von Rudolf Tìsnohlídek sprach.
Wir versetzen uns in das Tonstudio der sechziger Jahre, in dem – durch die Wirkung der authentischen Erzählung – unerwartete Szenen aus den komischen und ernsten Abenteuern des Füchsleins stattfinden.
Im Verlauf der auf Bewegung basierenden Rundfunkerzählung erhebt sich das Füchslein langsam über das tägliche Bedürfnis des Überlebens, vergleicht die Welt der Menschen und die der Tiere und sucht nach einem wirklichen Verständnis des Kreislaufes des Lebens, in dem jeder einmal „dumm wird“.

Jonas Jonasson

Komödie
Premiéra: 3. 4. 2020

Der Mörder Anders ist gerade freigelassen und sucht Arbeit. Diese Situation wird von der jungen Pfarrerin, die wegen ihrer atheistischen Ansichten entlassen wurde, ausgenutzt, startet – zusammen mit einem gewissermaßen obdachlosen Rezeptionschef – ein fantastisches Geschäft. Morde finden einen ausgezeichneten Absatz, aber dann entschließt sich der Mörder Anders, dass er sich bessern wird. Wegen nicht erledigter Bestellungen haben die Pfarrerin und der Rezeptionschef zwar die ganze Unterwelt am Hals, aber in ihren Köpfen erwächst schon ein neues unternehmerisches Vorhaben …

Dennis Kelly

Schauspiel
Premiéra: 24. 4. 2020

Ein Mann und eine Frau machen sich per Zufall in einer Schlange am Flughafen bekannt. Sie verlieben sich leidenschaftlich ineinander. Dann kommt jedoch die Ehe, ein Kind, ein Haus, Probleme in der Arbeit … Und die Gefühle ändern sich. Die sonnige Idylle verwandelt sich in einen grauenhaften Alptraum … Was ist der Preis dafür, dass Sie den „Mann Ihres Lebens“ treffen?

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Wintons Zug

  

Mario De Rose

Neue Oper über die Menschlichkeit und Heldentum
Premiéra: 6. 5. 2020

Motto: „Ignis aurum probat miseria fortes viros.“
(Feuer prüft das Gold, Unglück die starken Männer.)
Seneca

Eine Oper über Menschen, die die Kraft gefunden haben, aus der Reihe hinauszusteigen und dort zu helfen, wo mehrere andere Unrecht taten oder Angst hatten. Sie wurde vom Leben des Sir Nicholas Winton inspiriert, der im Jahr 1939 699 tschechoslowakische Kinder jüdischen Ursprungs rettete, und so zu einem der Träger des Lichts in den Zeiten der Dunkelheit wurde.

Die Inszenierung wird in Koproduktion mit dem Landestheater Niederbayern in Passau, unter der Regie des Passauer Intendanten Stefan Tilch vorbereitet. Dieses 90-Minuten-lange Werk, dessen Libretto und Musik von Mario De Rose komponiert wurden, mit dem dramaturgischen Beitrag von Pavel Drábek und Simona Petrù, besteht aus drei Teilen. Der erste Teil, Conditio humana (Das menschliche Wesen), beschäftigt sich mit der Verletzbarkeit, den Schwächen und der Neigung zum Verletzen, der zweite Teil, Horror noctis (Die Schauder der Nacht), über die scheinbar unendliche Dunkelheit, und der letzte, Lux (Das Licht), über die Funken der Hoffnung, über Augenblicke, in denen wir uns entscheiden, den Verlauf der Dinge zu ändern, und zuletzt über die Rückkehr zur Toleranz, Güte, zum Respekt, zu den persönlichen Freiheiten und den Menschenrechten. In dramatischen Situationen der Oper überschneiden sich historische Momente mit Fragmenten der klassischen europäischen Literatur, gesungen in den ursprünglichen Sprachen.

Wintons Zug ist eine Ehrerbietung für die vielen bekannten und vergessenen Helden, die sich in Gefahr begaben und dazu beitrugen, dass die Welt ein freundlicherer Ort zum wird.

  
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