Emmerich Kálmán
Eine Operette über den letzten Walzer der Goldenen Ära
Premiere 23. 10. 2026
Die Csárdásfürstin gehört zu den meistgespielten und beliebtesten Operetten des weltweiten Repertoires. Der ungarische Komponist Emmerich Kálmán verbindet darin meisterhaft bezaubernde Walzer, leidenschaftliche Csárdás Melodien und eingängliche Musik mit einer Liebesgeschichte, die sich sowohl gesellschaftlichen Regeln als auch der Zeit, in der sie entsteht, widersetzt. Die Handlung führt uns in die Welt strenger aristokratischer Salons und frivoler Nachtlokale, wo sich ein junger Fürst aus konservativem Hause in eine berühmte Chansonette verliebt. Ihre Beziehung steht unter dem Druck von Traditionen, Konventionen und der unerbittlichen Realität nahender geschichtlicher Umbrüche.
Kálmán begann die Operette 1914 in Marienbad zu komponieren, vollendete sie in Budapest, und die Uraufführung fand 1915 in Wien statt. Das Werk entstand somit an der Schwelle des Ersten Weltkriegs und trägt die Nostalgie einer „Goldenen Zeit“ in sich, die sich ihrem Ende zuneigt. Hinter der Leichtigkeit und Brillanz der Musik verbirgt sich eine feine Melancholie und das Bewusstsein der Vergänglichkeit.
„…das Leben ist süß und doch so kurz, genieße es, solange es Zeit ist…“
Die Csárdásfürstin ist eine für ihre Zeit typische Feier der Lebensfreude, der Musik und der Liebe – und zugleich ein poetischer Abschied von einer Epoche, die noch ein letztes Mal einen Walzer tanzen möchte.